Über uns

Es ist August und wir haben das Jahr 1953. Nachdem die Mitglieder Zahl
des 1925 gegründeten Vereins "BSV-Ihmert" so enorm gestiegen war, wurde aus jenen
Verein 2 Kompanien gegründet. Die Geburtsstunde der 1. Kompanie war da.
Der Kompaniechef war Fritz Rose.

 

Chronik

 

 

Rückblick auf 73 Jahre 1. Kompanie

Als sich nach dem Krieg das Leben wieder zu normalisieren begann, wurde auch der BSV Ihmert zu neuem Leben erweckt. Nach einem Werbeabend am 21. 4. 1951 stieg das Interesse am Verein und die Mitgliederzahl erhöhte sich so enorm, so daß im August 1953 eine zweite Kompanie aufgestellt werden konnte. Dies war folglich auch die Geburtsstunde der 1.Kompanie. Chef der "Ersten" blieb Hauptmann Fritz Rose, der im Jahr 1937 auch König war. Unterstützt wurde er vom langjährigen Vereinsfeldwebel (Spieß) Otto Boles.

Gleich ein Jahr später konnte die "Erste" mit Fritz Lötters ihren ersten König stellen. Erna Koch wurde seine Königin.

Da Fritz Rose 1955 aus Altersgründen zurücktrat, wählte man Paul-Gerd Berkenhoff zum neuen Hauptmann. Rose wurde aufgrund seiner Verdienste im Hauptverein zum Ehrenhauptmann gewählt.

Beim Schützenfest 1956 gelang Spieß Otto Boles der Königsschuß. Zu seiner Königin nahm er sich Mieze Rohm.

In den folgenden Jahren feierte die "Erste" kleinere Feste und veranstaltete Kompaniebälle. Sehr beliebt war der Schützenfest - Montag - Frühschoppen, der mit Musik, Freibier und später auch mit Erbsensuppenessen beim Kompaniewirt Leutnant Adolf Kind in der Tütebelle gefeiert wurde. Dieser Frühschoppen ist bis heute Bestandteil des Schützenfest - Montags geblieben.

Im Jahr 1960 errang der Schützenbruder Martin Fechner die Königswürde. Zur Königin erwählte er sich Frau Martha Bölling.

Da ihnen einmal im Jahr Schützenfest oder Kompanieball zu wenig war, beschlossen 1969 einige Schützenbrüder, einen Stammtisch zu gründen, wozu jedes Kompaniemitglied, auch die Frauen, herzlich eingeladen waren. Jeden zweiten Freitag im Monat traf und trifft man sich noch heute in der Tütebelle zum Plausch. Im Dezember werden bei der Weihnachtsfeier im Schießheim immer der Stammtischkönig und -Königin ausgeschossen.

Nachdem Otto Boles das Amt des Spießes allein in der ersten Kompanie zwei Jahrzehnte innehatte, wurde er im Jahr 1973 von Rolf Herchenhein abgelöst.

1975, im Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Bestehen des Vereins, holte Heinrich Turkiewicz den Vogel von der Stange und erkor sich Gertrud Schmidt zu seiner Mitregentin.

War in einem Jahr kein Schützenfest, feierte man einen Kompanieball. Ein gewählter Festausschuß organisierte das Fest jeweils unter einem anderen Motto, wie zum Beispiel " An der Nordseeküste", " Berliner Luft" oder "Traumland".

1982 trat Paul-Gerd Berkenhoff nach 27-jähriger Amtszeit als Kompaniechef zurück. Seinen Stellvertreter Helmut Schmidt wählte die Versammlung zum neuen Hauptmann.

Drei Jahre später stellte Rolf Herchenhein die Position des Spießes zur Verfügung und man konnte Hans-Ulrich Weiß hierfür gewinnen.

Beim Schützenfest 1985 schoss Horst Liebich den Adler von der Stange und nahm sich Roswitha Sommerfeld zu seiner Königin.

Um die heimischen, vielbenutzten Waldwege von Müll und Unrat zu befreien, rief man im Jahr 1986 die " Aktion Sauberer Wald" ins Leben, die von nun an jährlich im Frühjahr durchgeführt wurde.

Außer dem Hauptmann und Spieß hatte die "Erste" noch zwei Zugführer. In der Kompanieversammlung 1991 entschieden die Schützenbrüder , diese Positionen abzuschaffen
und ersetzten sie durch die 1. und 2. Beisitzer, die in Zukunft in der Kompanieführung beratend mitwirken sollten.

Erfreulicherweise konnte die 1. Kompanie 1991 mit Friedrich Oelmann und Brigitte Schmidt auch wieder ein Königspaar stellen.

Jedes Jahr werden auch einmal die Wanderschuhe zum Wandertag geschnürt, der abends seinen Abschluß oft im Clubheim der Fußballer findet.

Im heutigen Ihmerter Park, dem früheren Schweinekamp, hat die "Erste" auch die Pflege eines Blumenbeetes übernommen.

1993 gab Helmut Schmidt nach 11 Jahren die Kompanieführung aus Altersgründen ab. Der neue Hauptmann hieß Heinrich Turkiewicz. In der Jahreshauptversammlung wurde Helmut Schmidt aufgrund seiner langjährigen, hervorragenden Arbeit zum Ehrenhauptmann ernannt.

Nach langer Diskussion über die Anschaffung einer Fahne wurde diese 1994 bestellt und während des Schützenfestes 1995 beim Oberst Helmut Hollmann mit der Hauptfahne geweiht.

Bei einer Versammlung mit Frauen am 23.4.1997 wurde der Diskussion neue Nahrung verschafft, ob diese dem Verein als eigenständige Mitglieder beitreten dürften. Es meldeten sich 6 Frauen, die sofort bereit wären, dem BSV Ihmert beizutreten. Als dann 1999 die neue Satzung des BSV in Kraft trat, hatte die 1. Kompanie ihre ersten, selbst beitragszahlenden, Schützenschwestern.

Das seit 1988 traditionell veranstaltete "Dorfkegeln für Jedermann" am 1. Advent in der Tütebelle, findet auch heute, nach so vielen Jahren, immer noch große Zustimmung und rundet jedes Schützenjahr der 1. Kompanie ab.

1999 trat Heinrich Turkiewicz als Kompaniechef zurück. Mit der Wahl von Edgar Schmidt zum Hauptmann hat die "Erste" den Generationswechsel vollzogen. Eine junge Kompanieführung versucht seitdem, die Geschicke der 1. Kompanie genauso gut zu leiten, wie dies alle ihre Vorgänger getan haben.

Im Jahr 2002 löste Carsten Schulte nach vielen Jahren Kompaniespießarbeit Hans-Ulrich Weiß ab, übernahm sein Amt und führte dies mit großer Sorgfalt fort. Nach fünfjähriger Amtszeit übergab Edgar Schmidt seinen Posten als Kompaniechef an Klaus Heggemann. Klaus Heggemann machte es sich zur Aufgabe, die vorherigen Traditionen mit viel Engagement fortzuführen und entschied sich dazu, den Nachwuchs mehr in den Fokus zu nehmen. So wurden unter der Amtszeit von Klaus Heggemann an den evangelischen Kindergarten Ihmert zu Nikolaus Tüten mit Stutenkerlen und Süßigkeiten verteilt, welches bei Erziehern und Kindern mit strahlenden Kinderaugen belohnt wurde. Zwei weitere Punkte, die unter Klaus Heggemann eingeführt wurden, waren am 2. April 2006 das Ostereierkegeln in der Tütebelle sowie die noch heute bestehenden Kompanie-T-Shirts.

2007 gab Carsten Schulte seine Position als Spieß ab und überließ diese Position einem vertrauten Familienmitglied, seinem Bruder Stefan Schulte. Damit sollte es jedoch nicht getan sein, und die Familie Schulte brachte sich ehrenamtlich immer mehr in die 1. Kompanie mit ein.

Im Jahr 2008 wurde Hans-Josef Schulte – von allen Schützen liebevoll Jupp genannt – zum Kompaniechef gewählt. Die Familie Schulte lebte mit Herzblut die Vereinstätigkeit und brachte die 1. Kompanie durch ihre ehrenvolle Führung mit steigenden Mitgliederzahlen nach vorne, wodurch die 1. Kompanie die mitgliederstärkste Kompanie beim BSV Ihmert war. Ein weiterer besonderer Punkt, der unter der Führung von Jupp Schulte eingeführt wurde, ist das noch heute bestehende Schredderfest am Ende eines Schützenfestjahres. Dies wird traditionell alle zwei Jahre beim Kompaniechef durchgeführt und endet mit einem gemütlichen Ausklang bei kühlem Bier nach getaner Arbeit.

Im Jahr 2010 übernahm Michael Kraft die Position des Spießes von Stefan Schulte und wurde somit neues „Sprechorgan“ bei öffentlichen Auftritten der Kompanie.

Das Jahr 2012 wurde jedoch für die 1. Kompanie von einer urplötzlichen Trauer überschattet, da die Kompanie nach kurzer und schwerer Krankheit ihren Kompaniechef Jupp Schulte verlor. Jupp war ein Kompaniechef mit Leib und Seele und bleibt bis zum heutigen Tage der 1. Kompanie sowie dem BSV Ihmert in ehrenvollem Gedenken.

Auf Grund der traurigen Ereignisse musste eine neue Kompanieführung für die 1. Kompanie her. Pierre Heinrich stellte sich im Jahr 2013 dafür zur Verfügung und führt dieses Amt bis heute mit viel Einsatz und Herzblut fort. Unter der Führung von Pierre Heinrich wurden neue Kompanieveranstaltungen etabliert und alte Traditionen abgeschafft. So wurde zum Beispiel das traditionelle Kegeln gegen ein neues Event ersetzt, und das Tauziehen der 1. Kompanie wurde geboren. Bei dieser Veranstaltung hatten viele Ortsmannschaften, aber auch überörtliche Mannschaften, die Möglichkeit, sich gegeneinander zu beweisen und bei jährlichen Wettkämpfen den Pokal zu verteidigen.

Im Jahr 2017 übernahm Basti Dittel das Amt des Spießes von Michael Kraft und führt dies ebenso mit ehrenvollem Einsatz wie Pierre Heinrich bis heute fort und ist das „Sprechorgan“ der 1. Kompanie bei öffentlichen Auftritten.

Ein weiteres Highlight im Jahr 2017 war, dass die 1. Kompanie nach 26 Jahren erstmals wieder eine Königskompanie wurde. Michael Kraft holte am 26. August 2017 mit dem 444. Schuss den Vogel von der Stange und erkor Carina Koch zu seiner Königin. Es wurde ein ausgelassenes Schützenfest gefeiert, an das die Kompaniemitglieder heute noch gerne zurückdenken.

In den Jahren 2019 bis einschließlich 2022 musste leider das Vereinswesen sowie sämtliche Aktivitäten in einen tiefen „Dornröschenschlaf“ versetzt werden, da uns weltweit ein Virus namens Covid-19 in der Hand hatte. Diese Pandemie ließ das gesamte gesellschaftliche Zusammenleben nur auf ein Minimum zu, und diverse Veranstaltungen mussten für einen langen Zeitraum pausieren.

Nach dreijähriger Pandemiepause wurden im Jahr 2023 Lockerungen und das Zurückkehren in ein normales Leben durch die Regierung, Ärzte und Ausschüsse wieder eingeführt und realisierbar. Die 1. Kompanie führte im Jahr 2023 das legendäre Ostereierschießen wieder ein und traute sich nach langer Pause wieder einmal, eine Veranstaltung auszurichten. Mit großen Bedenken, ob die Leute wieder bereit dazu wären, am „normalen“ Leben teilzunehmen, wurde das Osterschießen mit einer großen Teilnehmeranzahl zur Freude der Kompanieführung angenommen und ist seitdem ein fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms der 1. Kompanie.

Auch im Jahr 2024 wurde das Ostereierschießen wieder ausgerichtet, jedoch diesmal in den Räumlichkeiten des BSV Kesbern, da das Schießheim des BSV Ihmert einige Umbaumaßnahmen erhalten musste. Trotz überörtlichem Austragungsort fand auch im Jahr 2024 das Ostereierschießen einen großen Zuspruch. Im Vergleich zum Ostereierschießen musste jedoch das mittlerweile traditionelle Tauziehen bedingt durch zurückgehende Anmeldungen abgesagt werden. Die Kompanieführung entschied sich dazu, das Tauziehen nicht weiter fortzuführen und anstelle dessen eine neue Veranstaltung ins Leben zu rufen und wird diese gern mit dem 100-jährigen Jubiläumsjahr erstmals durchführen. Hierbei hofft die Kompanieführung auf einen positiven Zuspruch und die Teilnahme von vielen Vereins- und Dorfmitgliedern, um auch weitere 100 Jahre eine altbewährte Tradition des Vereinslebens fortführen zu können.

Die 1. Kompanie hat es sich schon zu frühen Zeiten zur Aufgabe gemacht, die Jugend, das Vereinswesen und die Frauenquote in einem alteingesessenen Vereinsleben voranzubringen und war immer offen für Neuerungen jeglicher Art. Gemeinsam können wir etwas bewegen und die Vereinstraditionen immer wieder neugestalten, denn wir denken zukunftsorientiert und haben uns unseren Leitspruch zum Thema gemacht: **Wo wir sind, ist vorne! **

 

Horrido

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